Der weltweite IT-Ausfall, der weltweit zu Flugausfällen führte, macht ein kritisches Problem in der Luftfahrt deutlich: das Fehlen einer soliden Notfallplanung. Viele Fluggesellschaften griffen auf manuelle Verfahren zurück, was das Personal überforderte und zu Verspätungen führte. Anstelle veralteter Pläne müssen Fluggesellschaften in robuste digitale Systeme investieren, um Störungen reibungslos zu bewältigen und die Auswirkungen auf Flugpläne, Besatzungen, Mitarbeiter, Partner und Kunden so gering wie möglich zu halten.
Die Risiken manueller Ausweichverfahren
Manuelle Ausweichverfahren sind in der Luftfahrtbranche seit Jahrzehnten der übliche Ansatz, wenn Systeme ausfallen. Zu diesen Verfahren gehören handschriftlich ausgefüllte Bordkarten, Gepäckanhänger, die manuelle Erfassung von APIS-Daten und die Erstellung von Passagierlisten. Sie gewährleisten zwar eine grundlegende Funktionsfähigkeit, sind jedoch mit Ineffizienzen und Fehlern behaftet. Obwohl heute eine Auswahl an Backup-Systemen zur Verfügung steht, greifen viele Fluggesellschaften und Bodenabfertigungsunternehmen nach wie vor auf manuelle Verfahren zurück, da ihr Notfallplan keine andere Option vorsieht.
Auswirkungen auf die Mitarbeiter
ManuelleProzesse erhöhen die Arbeitsbelastung und den Stress der Mitarbeiter bei Systemausfällen erheblich. Es gibt kaum Schulungen für papierbasierte Prozesse, und die Erstellung handschriftlicher Dokumente nimmt viel mehr Zeit in Anspruch. Laut einem Bericht des Uptime Instituteführen 85 % der IT-Ausfälle zu Flugverspätungen oder -ausfällen, und in 14 % der Fälle bleiben Flugzeuge stundenlang am Boden. Der Schneeballeffekt führte zu Chaos, wodurch es für die Mitarbeiter schwierig wurde, Genauigkeit und Konsistenz zu gewährleisten.
Frustration der Kunden
Dielängeren Bearbeitungszeiten bei manuellen Prozessen führen zu längeren Wartezeiten und einem höheren Fehlerrisiko. Da die Passagiere Verspätungen hinnehmen müssen, sinkt die Kundenzufriedenheit drastisch, was zu negativen Bewertungen und dem Risiko führt, künftige Geschäfte zu verlieren.
Folgen der Verwendung veralteter Notfallpläne
Operative Fragen
Wenn es zu einem IT-Ausfall kommt, führt die Umstellung auf manuelle Ausweichmaßnahmen zu einer erheblichen Verlangsamung oder sogar zum Stillstand des Betriebs. So kam es beispielsweise während der Softwarepanne bei Crowdstrike, von der zahlreiche Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit betroffen waren, zu Tausenden von Flugverspätungen und -ausfällen, was zu massiven Beeinträchtigungen und Frustration bei den Passagieren führte (CNN). Die kumulativen Auswirkungen dieser Ineffizienz beeinträchtigen die Fähigkeit einer Fluggesellschaft, sich selbst von nur kurzzeitigen Störungen schnell zu erholen.
Sicherheitsrisiken
Der Rückgriffauf manuelle Prozesse erhöht das Risiko von Fehlern bei der Passagier- und Gepäckabfertigung und birgt damit Sicherheitsrisiken. Eine genaue Erfassung der APIS-Daten ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die richtigen Passagiere und Gepäckstücke ins Flugzeug verladen werden. Jeder Fehler aufgrund manueller Eingaben kann schwerwiegende Folgen haben, darunter Verspätungen und Sicherheitsrisiken.
Finanzieller Verlust
Diewirtschaftlichen Auswirkungen von Betriebsausfällen sind enorm. Fluggesellschaften sehen sich aufgrund von Verspätungen, Annullierungen und Entschädigungsansprüchen von Kunden mit erhöhten Kosten konfrontiert. Das US-Verkehrsministerium (DOT) schätzt, dass sich die jährlichen Kosten für Flugverspätungen, einschließlich der direkten Kosten für Fluggesellschaften und Passagiere sowie der indirekten Kosten, auf Milliarden von Dollar belaufen. Allein verspätete Flugzeuge kosten die Fluggesellschaften durchschnittlich etwa 100,80 US-Dollar pro Minute. Solche finanziellen Folgen unterstreichen die dringende Notwendigkeit robuster Lösungen zur Minderung dieser Kosten. Auch Bodenabfertigungsunternehmen setzen sich Geldstrafen aus, abhängig von den Strafklauseln ihrer Service Level Agreements.
Argumente für widerstandsfähige digitaleSysteme
Geschäftskontinuität
Backup-IT-Systemegewährleisten die Datenintegrität und entlasten das Personal der Fluggesellschaft, falls die Primärsysteme ausfallen. Disaster-Recovery-Systeme wie Ink DRS ersetzen umständliche papierbasierte Prozesse. Die nahtlose Fortsetzung der Ausstellung von Bordkarten, von IATA-740-konformen Gepäckanhängern und der Erfassung von APIS-Daten durch Passscans sind nur einige Beispiele dafür, wie ein Backup-System den Betriebsablauf verbessern kann, wenn es zu einer IT-Störung kommt.
Schnelle Wiederherstellung
DigitaleSysteme sorgen für einen schnelleren Check-in, eine zügigere Gepäckaufgabe und ein schnelleres Einsteigen. So kann beispielsweise Ink DRS die durchschnittliche Bearbeitungszeit auf unter 40 Sekunden verkürzen. Dies trägt dazu bei, Warteschlangen am Check-in schnell abzubauen und den gesamten Passagierfluss zu optimieren, wenn das primäre Check-in-System ausfällt.
Sobald Störungen beim Check-in und beim Boarding den Flugbetrieb beeinträchtigen, wirkt sich dies auf die hochoptimierte Dienstplanerstellung für das Bordpersonal aus. Dies birgt die Gefahr, dass es zur Annullierung großer Teile des Flugplans kommt, um den Betrieb wieder in Gang zu bringen und den Rückstand aufzuholen.
Aufbau einer echten IT-Resilienz in der Luftfahrt
Um die IT-Ausfallsicherheit zu stärken, sollten Fluggesellschaften in die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur und in die Einführung von Backup-Lösungen für jedes geschäftskritische System investieren. Das ist vergleichbar mit dem Abschluss einer Kfz-Versicherung. Es ist immer sicherer, eine solche Versicherung zu haben, als später erhebliche Verluste hinnehmen zu müssen. Die Schulung der Mitarbeiter im effizienten Umgang mit diesen Systemen bei Störungen ist von entscheidender Bedeutung. Regelmäßige Systemtests und Notfallplanung können zudem sicherstellen, dass diese Systeme bei Ausfällen optimal funktionieren.
Ein Backup für die Passagierabfertigungssoftware bietet langfristige Vorteile, darunter eine verbesserte Pünktlichkeit, eine geringere Belastung des Personals und eine effektive Steuerung der Passagierströme. Fluggesellschaften können so die Einhaltung der Flugpläne für Flugzeuge und Besatzungen gewährleisten und damit Ausfallkosten sowie den Bedarf an zusätzlichem Personal minimieren.

